Die Neue Digitalisierungsplattform der Schweizer Armee
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Kapitel 01 — Einleitung
Die Armee ist die letzte Sicherheitsreserve der Schweiz. Sie muss auch dann funktionieren, einsatz- und durchhaltefähig sein, wenn zivile Strukturen in der Schweiz nur noch eingeschränkt verfügbar oder sogar ganz zusammengebrochen sind. Diese Verantwortung verlangt, dass die Armee auch im Krisen- oder Konfliktfall verlässlich funktioniert.
Entsprechend gelten für die Armee andere Anforderungen, insbesondere auch im Bereich ihrer Informations- und Telekommunikationssysteme (IKT).
Damit die Armee ihren Auftrag in allen Lagen erfüllen kann, benötigt sie eine robuste, sichere und resiliente digitale Infrastruktur.
Deshalb baut die Armee die Neue Digitalisierungsplattform, kurz: NDP. Sie ist darauf ausgelegt, auch unter Druck handlungsfähig zu bleiben.
Die NDP ist die IKT-Plattform der Schweizer Armee. Sie ist eine zentrale Voraussetzung, damit der Armee die digitale Transformation gelingt.
Die NDP ermöglicht den standardisierten und bedarfsgerechten Datenaustausch und verbindet Systeme, damit Informationen und Daten einfach geteilt und zu einem gemeinsamen Lagebild zusammengeführt werden können.
Sie ist modular aufgebaut. Dank der Automatisierung verbessert die NDP die Bedienungsfreundlichkeit von Anwendungen und Systemen und damit auch die Miliztauglichkeit.
Was steckt hinter der NDP? Wofür braucht die Schweizer Armee die NDP? Scrolle weiter und folge den Ausführungen Schritt für Schritt. Mit jedem Abschnitt wird ein weiteres Puzzleteil sichtbar.
Kapitel 02 — Warum brauchen wir die NDP?
Die sicherheits- und geopolitische Lage hat sich in den letzten Jahren verschlechtert.
Das hat auch Konsequenzen für die Schweiz.
Konflikte werden längst nicht mehr nur physisch ausgetragen, sondern ebenso im digitalen Raum.
Aktuelle Konflikte zeigen sehr deutlich, dass Cyberoperationen seit langem integraler Bestandteil moderner Konfliktführung sind.
Sie begleiten klassische Operationen nicht einfach, sondern bereiten sie vor, unterstützen sie oder verstärken ihre Wirkung – oft zeitlich einem physischen Angriff weit vorgelagert.
Die Schweiz ist bereits heute täglich Angriffen ausgesetzt – etwa durch:
Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur
Spionage gegen Verwaltung und Armee
Störversuche auf Kommunikationsnetze
Desinformationskampagnen zur Manipulation der öffentlichen Meinung
Die Armee und der Sicherheitsverbund Schweiz (SVS) müssen auch dann handlungsfähig bleiben, wenn zivile Infrastruktur und Kommunikation nur noch eingeschränkt verfügbar sind oder sogar ganz ausfallen – z.B. nach einem grossflächigen Cyberangriff, der Teile der Stromversorgung, Telekommunikation und Verkehrssteuerung lahmlegt.
Auch dann müssen die Informations- und Telekommunikationssysteme (IKT) der Armee jederzeit funktionsfähig bleiben.
Die NDP trägt dazu bei, die Einsatz- und Führungsfähigkeit der Armee permanent und redundant sicherzustellen.
Die Gründe nochmals etwas anders erklärt
Die Armee ist die letzte Sicherheitsreserve der Schweiz. Sie ist vergleichbar mit einer Versicherung: Die Prämien werden bezahlt in der Hoffnung, dass der Ernstfall nie eintritt. Wenn er aber eintritt, muss die Versicherung funktionieren.
Genau das gilt für die Armee. Sie muss auch dann noch einsatz- und durchhaltefähig sein, wenn zivile Strukturen eingeschränkt sind oder zusammenbrechen: wenn Bahn- und Strassennetze blockiert oder beschädigt sind, wenn Strom, Internet und Telekommunikation ausfallen oder wenn Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und Behörden ihre Aufgaben nur noch eingeschränkt wahrnehmen können.
Diese Aufgabe trägt das Gewicht der letzten Verantwortung. Deshalb gelten für die Armee andere Voraussetzungen, insbesondere bei ihren Informations- und Telekommunikationssystemen. Einsatzkritische IKT kann nicht vollständig an zivile Betreiber ausgelagert werden. Sie muss auch im Krisen- oder Konfliktfall verfügbar, geschützt und unter eigener Kontrolle bleiben.
Die Neue Digitalisierungsplattform NDP ist diesbezüglich von zentraler Bedeutung. Sie stellt sicher, dass die Armee und ihre Partner im Sicherheitsverbund Schweiz SVS über eine eigene, robuste und sichere IT-Plattform verfügen. Zum SVS gehören unter anderem Blaulichtorganisationen, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz, der Nachrichtendienst des Bundes und das Grenzwachtkorps.
Auch wenn zivile Cloud-Lösungen im ersten Moment einfacher, günstiger oder leistungsfähiger erscheinen: Bei sicherheitsrelevanten Daten darf die Hoheit nicht Dritten überlassen werden. Es darf nicht möglich sein, dass Unbefugte Daten einsehen, verändern, löschen oder den Zugang dazu verhindern.
Die NDP ist deshalb keine technische Zusatzlösung, sondern eine Voraussetzung für staatliche Handlungsfähigkeit im Ernstfall. Sie ist die digitale Versicherung der Schweiz: im Alltag möglichst unauffällig, im Krisenfall entscheidend.
Link vbs.admin.ch
Kapitel 03 — Der OODA-Loop
Bei einem bewaffneten Angriff oder einem hybriden Konflikt ist es entscheidend, schneller zu sein als ein feindlicher Akteur.
Dabei gilt es, die Situation kontinuierlich zu beobachten (observe), sich anhand der gewonnenen Informationen zu orientieren (orient), rasch zu entscheiden (decide) und konsequent zu handeln (act).
Es gibt zwei Möglichkeiten, gegenüber einem Gegner einen Vorteil zu erlangen:
1. Der eigene Loop wird beschleunigt. Dies gelingt heute insbesondere durch die digitale Transformation.
2. Der Loop des Gegners wird verlangsamt oder gar verhindert – beispielsweise durch Cyber- und elektromagnetische Aktionen.
Die NDP ist massgebend, dass die Armee den eigenen Loop beschleunigen kann – indem sie eine robuste, sichere und jederzeit verfügbare IKT-Infrastruktur bereitstellt. Dadurch werden Führungs-, Entscheidungs- und Wirkungsprozesse schneller gemacht, während gleichzeitig die Resilienz gegenüber Störungen, Ausfällen und gegnerischen Einwirkungen erhöht wird.
Die NDP schafft die Voraussetzungen für einen schnellen, digitalisierten Informationsfluss. Ihr eigentlicher Wert entfaltet sich jedoch durch die Daten, die über sie erfasst, verarbeitet und nutzbar gemacht werden.
Der OODA-Loop als Ruderboot-Analogie erklärt
Bei einem bewaffneten Angriff oder hybriden Konflikt ist Geschwindigkeit entscheidend. Es gilt der Grundsatz: Wer schneller beobachtet, versteht, entscheidet und handelt, verschafft sich einen Vorteil.
Für dieses Prinzip gibt es ein internationales Konzept: den OODA-Loop. Er beschreibt einen sich ständig wiederholenden Zyklus aus Beobachten, Orientieren, Entscheiden und Handeln (Observe, Orient, Decide, Act). In der Schweizer Armee entspricht dies dem Sensor-Nachrichten-Führungs-Wirkungs-Verbund, kurz SNFW-Verbund.
Dieser Verbund lässt sich als Kreislauf verstehen. Vergleichbar mit einem Ruderboot, das durch nebelverhangene Flussarme steuert: Zuerst braucht es Sensoren, um die Umgebung wahrzunehmen. Dann braucht es Orientierung, um die Lage zu verstehen. Danach folgt die Entscheidung über den Kurs. Schliesslich wird die gewählte Richtung durch Handeln und Wirkung umgesetzt. Dieser Ablauf muss ständig, präzise, schnell und wiederholt funktionieren.
Gegenüber einem Gegner gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten, einen Vorteil zu erlangen: Der eigene Loop wird beschleunigt, oder der Loop des Gegners wird verlangsamt, gestört oder verhindert.

Die Armee, insbesondere das Kommando Cyber, verfügt über Fähigkeiten und Mittel, um den gegnerischen Loop zu beeinflussen. Die Neue Digitalisierungsplattform NDP zielt vor allem darauf ab, den eigenen Loop zu beschleunigen.
Damit die Armee schneller handeln kann, müssen Daten möglichst einfach, sicher und zuverlässig ausgetauscht werden können. Alle Beteiligten müssen auf dieselben aktuellen Informationen zugreifen können. Es darf nicht sein, dass jede Stelle mit eigenem Kartenmaterial, eigenen Wetterdaten oder isolierten Informationen arbeitet. Entscheidend ist eine gemeinsame Datenbasis.
Die NDP stellt diese gemeinsame Basis bereit. Sie ermöglicht, dass die Armee digitalisiert planen und führen kann. Auf der Plattform werden Sensoren wie Radare, Drohnen oder das neue Kampfflugzeug mit den benötigten Software-Applikationen verbunden.
Die NDP sorgt dafür, dass unterschiedliche Systeme und Anwendungen Daten austauschen können. Daraus entsteht ein gemeinsames Lagebild. Auf dieser Grundlage können Entscheidungen schneller getroffen und Wirkungen gezielter ausgelöst und umgesetzt werden.
Der Einfluss der NDP liegt damit im Kern darin, den eigenen OODA-Loop der Armee zu beschleunigen: schneller sehen, schneller verstehen, schneller entscheiden und schneller handeln.
Erklär-Video „SNFW-Verbund" (YouTube)
Kapitel 04 — NDP und Datenintegrität
Daten gehören zu den wichtigsten strategischen Ressourcen der Armee. Aus militärischer Sicht ist digitale Souveränität kein abstrakter Begriff, sondern eine Voraussetzung für die Verteidigungsfähigkeit.
Die Armee muss bei kritischen digitalen Fähigkeiten die Kontrolle behalten. Sie muss jederzeit sicherstellen können, dass niemand unsere Daten unbemerkt verändert, sie unzugänglich macht oder den Datenfluss komplett verhindert.
Daten bilden die Grundlage für Lagebilder, Planung, Führung und zentrale Abläufe.
Sensible und sicherheitsrelevante Daten werden auf der NDP betrieben. Eine Auslagerung in Cloud-Lösungen ist keine Option. Verfügbarkeit, Kontrolle, Sicherheit und Durchhaltefähigkeit müssen gewährleistet sein – unabhängig von zivilen Infrastrukturen und externen Anbietern.
Das Ziel ist dabei nicht die totale Autarkie. Kein Staat und keine Armee kann alles selbst entwickeln und betreiben. Aber dort, wo Kontrollverlust im Ernstfall die Handlungsfähigkeit oder gar den Verteidigungserfolg gefährden würde, darf sich die Armee nicht in naive Abhängigkeiten begeben.
Für zuverlässige Entscheidungen müssen Informationen echt, vollständig und unverändert bleiben – und es muss nachvollziehbar sein, woher sie kommen und wer sie nutzen oder bearbeiten darf.
Die NDP gibt der Armee die volle Kontrolle über ihre IT-Systeme sowie über die gespeicherten und verarbeiteten Daten. Sie schützt diese wirksam vor Manipulation, Ausfällen und unbefugtem Zugriff.
Kapitel 05 — Das Prinzip der Modularität
Modularität ist ein zentrales Prinzip der heutigen digitalen Infrastruktur der Armee.
Früher wurde für jedes IT-Bedürfnis der Armee ein einzelnes, separates System gebaut und betrieben. Dadurch entstanden Datensilos – der Austausch von Informationen war aufwendig.
Mit der NDP entsteht eine gemeinsame, modulare Basis. Verschiedene Systeme sind über standardisierte Schnittstellen verbunden. So können Daten über Systeme hinweg einfach ausgetauscht werden – was ein einheitliches Lagebild ermöglicht.
Wie fast jede moderne Streitkraft ist auch die Schweizer Armee in einigen Bereichen auf internationale Technologien angewiesen. Die entscheidende Frage ist nicht, ob Abhängigkeiten existieren, sondern wie die Armee mit ihnen umgeht. Standardisierung hilft, Komplexität zu reduzieren und Abhängigkeiten von einzelnen Produkten oder Herstellern zu vermeiden.
Standardisierung hilft auch, marktverfügbare Applikationen schneller zu integrieren und bei Bedarf schneller auszutauschen. Für den militärischen Einsatz werden sie zusätzlich geprüft und gehärtet. In diesem Kontext werden offene Standards und Open-Source-Ansätze zunehmend interessant – nicht aus Ideologie, sondern für Transparenz, Nachvollziehbarkeit und technologische Beweglichkeit.
Wie die einzelnen Standardkomponenten zusammengesetzt sind und zusammenarbeiten, ist die Eigenleistung der Schweizer Armee. Diese Konzeption stellt sicher, dass die NDP den besonderen Anforderungen der Armee entspricht und auch durch die Miliz zuverlässig eingesetzt werden kann.
Modularität oder der gemeinsame Tisch
Modularität lässt sich mit einem grossen Familienessen vergleichen: Wenn jede und jeder mit einem eigenen Tisch anreist, müssen am Ende viele unterschiedliche Tische zu einer gemeinsamen Tafel zusammengebaut werden.
Einige Tische sind rund, andere eckig. Manche sind kleiner, andere grösser. Damit daraus ein gemeinsamer Tisch entsteht, müssen Beine abgesägt, Höhen ausgeglichen und Übergänge angepasst werden. Es funktioniert irgendwie, bleibt aber wackelig. Die Schnittstellen sind unbequem, unsicher und aufwendig. Jeder zusätzliche Tisch verursacht hohe Integrationskosten.
In der IT war es lange ähnlich. Für jedes Informatik-Bedürfnis wurde ein eigenes System gebaut. Das Ergebnis waren viele einzelne Tische: Daten blieben isoliert, der Austausch war schwierig oder gar nicht möglich, und die nachträgliche Harmonisierung war teuer und mit Sicherheitsrisiken verbunden.
Die Neue Digitalisierungsplattform NDP löst dieses Problem. Sie bietet der Armee den grossen gemeinsamen Tisch: eine Plattform, auf welcher alle Platz haben, auf derselben Grundlage arbeiten und dieselben Informationen nutzen können.
Das Besondere daran: Die NDP ist keine reine Eigenentwicklung. Sie besteht aus einzelnen Bausteinen, die frei kombiniert werden können. Viele dieser Bausteine sind marktfähige Produkte. Ausnahmen gibt es dort, wo besondere Anforderungen bestehen, etwa bei Verschlüsselungslösungen.
Ein Beispiel dafür ist die Lagedarstellungssoftware SitaWare, die direkt vom Markt stammt. Es wird weiterhin Systeme geben, die als Gesamtsystem beschafft werden und gewissermassen ihren eigenen Tisch mitbringen. Entscheidend ist dann, dass dieser Tisch problemlos an den grossen Tisch der NDP herangeschoben werden kann. Genau dafür braucht es standardisierte Schnittstellen.
Ein grosser, einheitlicher Tisch ist auch aus Sicherheitssicht sinnvoller. Viele einzelne Systeme separat zu schützen, ist deutlich schwieriger, als eine gemeinsame, gut geschützte Plattform abzusichern.
Wie diese Bausteine zusammengesetzt werden, wie sie zusammen funktionieren und welche Logik sie verbindet, ist sehr wohl Konzeption und Eigenentwicklung der Schweizer Armee. Diese eigene Logik ist notwendig, weil die Armee mehr Anforderungen hat als eine sichere IT in der Privatwirtschaft: Ihre Systeme müssen auch im Einsatz, in Krisenlagen und unter erschwerten Bedingungen funktionieren – und durch die Miliz einsetzbar sein.
Strategische Initiative zur NDP (PDF)
Kapitel 06 — Durch dezentrale Infrastruktur zur Degradationsfähigkeit
Die IKT der Armee muss auch unter Druck zuverlässig funktionieren.
Viele zivile und cloudbasierte Systeme sind auf eine dauerhafte Verbindung angewiesen.
Fällt diese Verbindung weg, sind Daten und Anwendungen oft nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr verfügbar.
Um diese Abhängigkeit zu vermeiden, setzt die Armee auf ihre eigene, dezentrale Infrastruktur.
Dazu gehören geschützte und redundante Rechenzentren, auch Landesknoten genannt, eigene militärische Kommunikationsnetze und Architekturen, die auf Robustheit und Durchhaltefähigkeit ausgelegt sind. Dazu kommen Regionalknoten, die zusätzliche Redundanz schaffen. In den Einsatz nimmt die Truppe Lokalknoten mit – die kleinste IT-Einheit.
Diese Lokalknoten enthalten alles, was die Truppe für den Einsatz minimal benötigt. Sie können stationär oder mobil eingesetzt werden, zum Beispiel in Fahrzeugen, und unterstützen die Truppe direkt vor Ort.
Solange die Verbindung zu den zentralen Rechenzentren besteht, steht die volle Leistungsfähigkeit zur Verfügung.
Fällt sie weg, bleibt dank Regional- und Lokalknoten die Einsatz- und Wirkungsfähigkeit erhalten – mit den notwendigen Führungs-, Informations- und Einsatzmitteln vor Ort.
Resilienz
Ebenso wichtig wie Degradationsfähigkeit ist Resilienz.
Diese entsteht nicht nur durch Schutz, sondern auch durch vorbereitete Alternativen. Hier spielen alternative Pfade und abgestufte Kommunikations- und Betriebsmodelle eine zentrale Rolle. Die Armee muss sich frühzeitig überlegen, welches die primäre Lösung ist, welches die Ausweichlösung und was noch funktioniert, wenn beides nicht mehr verfügbar ist.
Im militärischen Umfeld ist es entscheidend, nicht alles auf einen einzigen technischen Pfad abzustützen. Wer nur einen Weg kennt, hat im Ernstfall ein Problem.
Kapitel 07 — Miliztauglichkeit dank Automatisierung
Die NDP ist auf das Milizsystem ausgelegt. Zehntausende Angehörige der Armee nutzen die IT mit sehr unterschiedlichem Hintergrund und oft nur einmal im Jahr im Rahmen ihres WK.
Deshalb sind die Systeme einfach bedienbar und stark automatisiert: Gerät einschalten, einloggen, einsatzbereit. Endgeräte und Lokalknoten sind vorkonfiguriert und benötigen nur minimale Handgriffe.
Gleichzeitig wird die Sicherheit mehrstufig gewährleistet. Zugriffe sind klar abgestuft, Aktivitäten werden überwacht und bei Auffälligkeiten automatisch eingeschränkt oder gesperrt.
Automatisierte Prozesse reduzieren Fehler, sparen Zeit und stellen sicher, dass die Armee auch mit wechselnden Teams jederzeit sicher, stabil und effizient arbeiten kann.
Kapitel 08 — Die Methodik im Aufbau
Weil Informatik in dieser Grössenordnung komplex ist, wird die NDP nicht als einmaliges Grossprojekt umgesetzt, sondern Schritt für Schritt mit einer agilen Vorgehensweise.
Dabei gelten folgende Grundsätze:
Der Nutzen steht im Zentrum.
Es geht nicht um Perfektionismus, sondern darum, dem Anwender rechtzeitig etwas Funktionierendes bereitzustellen.
Wir messen, lernen und adaptieren schrittweise.
Wir tragen gemeinsam Verantwortung.
Wir halten mit den technologischen Entwicklungen mit.
Als Programm geführt stellt die NDP sicher, dass alle Teilprojekte aufeinander abgestimmt sind und keine isolierten Entscheidungen gefällt werden.
Agilität kurz erklärt
Agil zu arbeiten bedeutet, in kurzen, wiederholten Schritten vorzugehen statt in einem einzigen grossen Wurf. Statt jahrelang zu planen und erst am Ende etwas zu liefern, entsteht laufend Nutzbares, das getestet, gemessen und dann wieder verbessert wird.
Der Nutzen für den Anwender steht im Zentrum. Es geht nicht um Perfektionismus, sondern darum, dem Nutzer rechtzeitig etwas Funktionierendes zur Verfügung zu stellen und daraus zu lernen.
So bleibt die Entwicklung nah an den tatsächlichen Bedürfnissen und kann mit den technologischen Entwicklungen mithalten. Als Programm geführt, wird sichergestellt, dass alle Teilprojekte aufeinander abgestimmt sind und keine isolierten Entscheidungen gefällt werden.
Kapitel 09 — DevSecOps im Betrieb
Die Neue Digitalisierungsplattform wird schrittweise aufgebaut.
Konkret stehen dem operativen Führungsverbund seit Mitte 2026 erste Leistungen ab Landesknoten bereit.
Im Herbst 2026 wird die NDP im Rahmen einer Übung des Kommando Operationen getestet und validiert.
Ab 2028 wird erstmals ein Einsatz vollständig über die Plattform geführt – und der Ausbau entwickelt sich kontinuierlich entlang der sich ständig ändernden Bedürfnisse der Anwender.
Damit Entwicklung, Sicherheit und Betrieb zusammenpassen, folgt die NDP dem Prinzip DevSecOps:
Die Teams, welche die Plattform entwickeln, betreiben und verbessern sie auch im Alltag.
Getragen vom Kommando Cyber, unterstützt durch strategische Partner wie Swisscom und durch Milizangehörige, ohne die die Durchhaltefähigkeit nicht gewährleistet werden könnte.

DevSecOps: Entwicklung, Sicherheit und Betrieb aus einer Hand
DevSecOps ist ein Ansatz, bei dem Entwicklung (Development), IT-Sicherheit (Security) und Betrieb (Operations) eng zusammenarbeiten und gemeinsam Verantwortung für eine IT-Lösung tragen.
Sicherheit wird dabei von Anfang an in den gesamten Lebenszyklus integriert – von der Planung und Entwicklung über Tests und Bereitstellung bis zum laufenden Betrieb und zur Weiterentwicklung. Ziel ist es, IT-Systeme schneller, sicherer und zuverlässiger bereitzustellen.
DevSecOps bei der NDP
Früher waren der Aufbau und der Betrieb einer IT-Umgebung häufig voneinander getrennt: Diejenigen, die eine Lösung aufgebaut hatten, waren später nicht zwingend für deren Betrieb verantwortlich. Mit DevSecOps ändert dieses Vorgehen.
Die Mitarbeitenden, welche die NDP aufgebaut haben, betreiben und entwickeln sie auch weiter. Dadurch kennen sie die Plattform, ihre Funktionsweise und ihre Besonderheiten genau. Sie fühlen sich mit der Lösung verbunden und übernehmen langfristig Verantwortung für ihre Stabilität, Sicherheit und Weiterentwicklung.
Die Verantwortung für die NDP liegt beim Kommando Cyber. Im Betrieb wird es von seinen strategischen Partnern (z.B. Swisscom) sowie von Milizangehörigen unterstützt. So werden internes Fachwissen, externe Expertise und praktische Erfahrung miteinander verbunden.
Kapitel 10 — Die Weiterentwicklung
Die Neue Digitalisierungsplattform ist mehr als reine Technologie: Sie ist eine zentrale Voraussetzung der digitalen Transformation der Armee.
Sie verbindet Systeme und Daten so, dass ein gemeinsames Lagebild entsteht, Entscheidungen schneller getroffen werden können und Kommunikation auch unter Druck funktioniert.
Damit stärkt die NDP die Einsatz- und Führungsfähigkeit der Armee und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit der Schweiz – heute und morgen.
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La nouvelle plateforme de digitalisation NPD de l’armée Suisse
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Chapitre 01 — Introduction
L'armée est la dernière réserve de sécurité de la Suisse. Elle doit fonctionner et conserver sa capacité d'engagement et sa capacité à durer, même lorsque les structures civiles en Suisse ne sont plus disponibles que de manière limitée ou se sont entièrement effondrées. Cette responsabilité exige que l'armée fonctionne de manière fiable, même en cas de crise ou de conflit.
Par conséquent, l’armée est soumise à d’autres exigences, notamment en ce qui concerne ses technologies de l‘information et de la communication (TIC)
Pour que l’armée puisse accomplir sa mission dans toutes les situations, elle a besoin d’une infrastructure numérique robuste, sûre et résiliente.
C’est pourquoi l’armée met en place la nouvelle plateforme de digitalisation (NPD). Celle-ci est conçue pour préserver la capacité d’action de l’armée même en situation de crise.
La NPD est la plateforme TIC de l’armée suisse. Elle constitue une condition essentielle à la réussite de la transformation numérique de l’armée.
La NPD permet un échange de données standardisé et adapté aux besoins, et relie les systèmes entre eux afin que les informations et les données puissent être facilement partagées et regroupées pour former une représentation commune de la situation générale.
Elle est conçue de manière modulaire. Grâce à l’automatisation, la NPD améliore la facilité d’utilisation des applications et des systèmes, et donc également leur adaptabilité au système de milice.
Q’est-ce que la NPD ? Pourquoi l’armée suisse a-t-elle besoin de la NPD ? Fais défiler la page et suis les explications étape par étape. À chaque section, une nouvelle pièce du puzzle apparaît.
Chapitre 02 — Pourquoi avons-nous besoin de la NPD ?
La situation sécuritaire et géopolitique s'est dégradée ces dernières années.
Cela a également des conséquences pour la Suisse.
Les conflits ne se déroulent plus depuis longtemps uniquement sur le plan physique, mais également dans l’espace numérique.
Les conflits actuels montrent très clairement que les cyberopérations font depuis longtemps partie intégrante de la conduite moderne des conflits.
Elles ne se contentent pas d’accompagner les opérations classiques : elles les préparent, les soutiennent ou en renforcent l’impact - souvent bien avant qu’une attaque physique n’ait lieu.
La Suisse est déjà exposée quotidiennement à des attaques, par exemple :
Des cyberattaques visant les infrastructures critiques
L’espionnage à l’encontre de l’administration et l’armée
Des tentatives de perturbation des réseaux de communication
Des campagnes de désinformation visant à manipuler l’opinion publique
L’armée et le Réseau national de sécurité (RNS) doivent rester opérationnels même lorsque les infrastructures civiles même lorsque les infrastructures civiles et les moyens de communication ne sont plus disponibles y compris de manière limitée, voir qu’ils sont complètement hors service – par exemple à la suite d’une cyberattaque à grande échelle qui paralyse une partie de l’approvisionnement en électricité, des télécommunications et de la gestion du trafic.
Même dans ce cas, les technologies de l’information et de la communication (TIC) de l’armée doivent rester opérationnels à tout moment.
La NPD contribue à garantir en permanence et de manière redondante la capacité d’engagement et de conduite de l’armée.
Les raisons expliquées encore une fois d’une manière un peu différente
L’armée suisse est la dernière réserve de sécurité de la Suisse. Elle s’apparente à une assurance : on paie les primes en espérant que le cas d’urgence ne se présente jamais. Mais si elle survient, l’assurance doit fonctionner.
C’est exactement ce qui vaut pour l’armée. Elle doit conserver sa capacité d’engagement et de tenir le coup même lorsque les structures civiles sont limitées ou s’effondrent : lorsque les réseaux ferroviaires et routiers sont bloqués ou endommagés, lorsque l’électricité, Internet et les télécommunications sont coupés ou lorsque la police, les sapeurs-pompiers, les services de secours et les autorités ne peuvent plus accomplir leurs tâches que de manière limitée.
Cette mission revêt une responsabilité ultime. C’est pourquoi l’armée est soumise à des exigences particulières, notamment en ce qui concerne ses technologies de l’information et de la communication (TIC). Les TIC essentielles aux opérations ne peuvent pas être entièrement externalisées auprès de prestataires civils. Elles doivent rester disponibles, protégées et sous son contrôle, même en cas de crise ou de conflit.
La nouvelle plateforme de digitalisation NPD revêt une importance centrale à cet égard. Elle garantit à l’armée et à ses partenaires au sein du Réseau national de sécurité (RNS) de disposer de leur propre plateforme informatique, à la fois robuste et sécurisée. Le RNS regroupe notamment les services d’urgences, l’Office fédéral de la protection de la population, le Service de renseignement de la Confédération et le Corps des gardes-frontière.
Même si, à première vue, les solutions cloud civiles semblent plus simples, moins coûteuses ou plus performantes, il ne faut pas confier à des tiers le contrôle des données sensibles en matière de sécurité. Il ne doit pas être possible pour des personnes non autorisées de consulter, modifier ou supprimer ces données, ni d’en bloquer l’accès.
La NPD n’est donc pas une solution technique complémentaire, mais une condition nécessaire à la capacité d’action de l’État en cas de crise/urgence. C’est l’assurance numérique de la Suisse : aussi discrète que possible au quotidien, décisive en situation de crise.
Informations sur le programme (site en allemand)
Chapitre 03 — La boucle OODA
En cas d'attaque armée ou de conflit hybride, il est déterminant d'être plus rapide qu'un acteur hostile.
Il s’agit d’observer (observe) en permanence la situation, de s’orienter (orient) à partir des informations recueillies, de décider (decide) rapidement et d’agir (act) de manière cohérante.
Il existe deux façons de prendre l’avantage sur un adversaire :
1. Accélérer sa propre boucle. Cela est notamment rendu possible aujourd’hui grâce à la transformation numérique.
2. La boucle de l’adversaire est ralentie, voire empêchée – par exemple par des mesures menées dans le cyberespace et l’espace électromagnétique.
La NPD joue un rôle déterminant pour permettre à l’armée d’accélérer sa propre boucle, en mettant à disposition une infrastructure TIC robuste, sûre et disponible à tout moment. Cela permet d’accélérer les processus de conduite, de décision et d’action, tout en renforçant la résilience face aux perturbations, aux pannes et aux actions de l’adversaire.
La NPD crée les conditions d’un flux d’informations rapide et digitalisé. Sa véritable valeur réside toutefois dans les données qui y sont saisies, traitées et rendues exploitables.
La boucle OODA expliquée à l’aide de l’analogie d’une barque à rames
En cas d’attaque armée ou de conflit hybride, la rapidité est déterminante. Le principe est le suivant : celui qui observe, comprend, décide et agit plus rapidement se procure unavantage.
Il existe un concept international pour désigner ce principe : la boucle OODA. Elle décrit un cycle qui se répète en permanence : observer, s’orienter, décider et agir (Observe, Orient, Decide, Act). Au sein dearmée suisse, cela correspond au réseau intégré opérationnel de capteurs, de renseignement, de conduite et d’action, ou CRCA.
Cet ensemble peut être considéré comme un cycle. À l’image d’une barque naviguant dans les bras brumeux d’un fleuve, il faut d’abord disposer de capteurs permettant de percevoir l’environnement. Ensuite, il faut s’orienter pour comprendre la situation. Vient alors la décision concernant la route à suivre. Enfin, la direction choisie est mise en œuvre par l’action et les effets. Ce processus doit fonctionner en permanence, avec précision, rapidité et de manière répétée.
Face à un adversaire, il existe en principe deux façons de prendre l’avantage : accélérer sa propre boucle ou ralentir, perturber, voire empêcher celle de l’adversaire.

L’armée, en particulier le commandement Cyber, dispose de capacités et de moyens pour influencerla boucle adverse. La nouvelle plateforme de digitalisation NPD vise avant tout à accélérer sa propre boucle.
Pour que l’armée puisse agir plus rapidement, l’échange de données doit être aussi simplement, sûrt et fiable que possible. Tous les participants doivent pouvoir accéder aux mêmes informations actualisées. Il ne faut pas que chaque service travaille avec ses propres cartes, ses propres données météorologiques ou des informations isolées. Une base de données commune est déterminante.
La NPD fournit cette base commune. Elle permet à l’armée de planifier et de mener ses opérations sous forme numérique. Sur la plateforme, des capteurs tels que les radars, les drones ou le nouvel avion de combat sont reliés aux applications logicielles nécessaires.
La NPD permet à différents systèmes et applications d’échanger des données. Il en résulte une représentation de la situation générale. Sur cette base, les décisions peuvent être prises plus rapidement et les effets déclenchés peuvent être mises en œuvre de manière plus ciblée.
L’influence de la NPD réside donc essentiellement dans l’accélération de la boucle OODA propre à l’armée : voir plus vite, comprendre plus vite, décider plus vite et agir plus vite.
Vidéo explicative « SNFW-Verbund » (YouTube)
Chapitre 04 — NPD et intégrité des données
Les données comptent parmi les ressources stratégiques les plus importantes de l'armée. Du point de vue militaire, la souveraineté numérique n'est pas une notion abstraite, mais une condition nécessaire à la capacité de défense.
L’armée doit garder le contrôle de ses capacités numériques critiques. Elle doit pouvoir garantir à tout moment que personne ne modifie nos données à notre insu, ne les rende inaccessibles ou n’empêche complètement le flux de données.
Les données constituent la base des représentations de situation, de planification, de conduite et de processus centraux/clés.
Les données sensibles et importantes pour la sécurité sont exploitées sur la NPD. Une externalisation vers des solutions cloud n’est pas une option. La disponibilité, le contrôle, la sécurité et la capacité à durer doivent être garantis, indépendamment des infrastructures civiles et des prestataires externes.
L’objectif n’est pas l’autosuffisance totale. Aucun État et aucune armée ne peut tout développer et tout gérer par ses propres moyens. Mais là où une perte de contrôle, en cas de crise, risquerait de compromettre la capacité d’action, voire le succès de la défense, l’armée ne doit pas se placer dans des dépendances naïves.
Pour que les décisions soient fiables, les informations doivent rester authentiques, complètes et inaltérées ; il faut en outre pouvoir retracer leur provenance et savoir qui est autorisé à les utiliser ou à les modifier.
La NPD donne à l’armée le contrôle total de ses systèmes informatiques ainsi que des données stockées et traitées. Elle les protège efficacement contre les manipulations, les défaillances et les accès non autorisés.
Chapitre 05 — Le principe de modularité
La modularité est un principe central de l'infrastructure numérique actuelle de l'armée.
Auparavant, un système distinct était développé et exploité pour chaque besoin informatique de l’armée. Il en résultait des silos de données, et l’échange d’informations était compliqué.
Avec la NPD, une base commune et modulaire est mise en place. Différents systèmes sont reliés par des interfaces standardisées. Les données peuvent ainsi être facilement échangées d’un système à l’autre, ce qui permet d’obtenir une représentation de la situation générale.
Comme presque toutes les forces armées modernes, l’armée suisse dépend, dans certains domaines, de technologies internationales. La question déterminante n’est pas de savoir si des dépendances existent, mais comment l’armée les gère. La standardisation contribue à réduire la complexité et à éviter les dépendances envers certains produits ou fabricants.
La standardisation permet également d’intégrer plus rapidement les applications disponibles sur le marchéet à les remplacer plus rapidement lorsque cela est nécessaire. Pour l’engagement militaire, celles-ci font l’objet de tests supplémentaires et de mesures de durcissement de sécurité. Dans ce contexte, les standards ouverts et les approches open source deviennent de plus en plus intéressants, non pas pour des raisons idéologiques, mais pour la transparence, la traçabilité et l’agilité technologique.
La manière dont les différents composants standard sont assemblés et interagissent relève de la compétence propre de l’armée suisse. Cette conception garantit que la NPD répond aux exigences particulières de l’armée et peut également être utilisée de manière fiable par la milice.
Modularité ou table commune
La modularité peut être comparée à un grand repas de famille : si chacune et chacun arrive avec sa propre table, il faut finalement assembler de nombreuses tables différentes pour former une grande tablée commune.
Certaines tables sont rondes, d’autres carrées. Certaines sont plus petites, d’autres plus grandes. Pour en faire une table commune, il faut scier des pieds, ajuster les hauteurs et adapter les raccords. Cela fonctionne tant bien que mal, mais l’ensemble reste instable. Les interfaces sont peu pratiques, peu sûres et complexes. Chaque table supplémentaire entraîne des coûts d’intégration élevés.
Pendant longtemps, il en allait de même dans l’informatique. Un système spécifique était développé pour chaque besoin informatique. Il en résultait de nombreuses tables séparées : les données restaient isolées, les échanges étaient difficiles, voire impossibles, et l’harmonisation a posteriori était coûteuse et comportait des risques de sécurité.
La nouvelle plateforme de digitalisation NPD résout ce problème. Elle met à disposition de l’armée la grande table commune : une plateforme sur laquelle tout le monde a sa place, travaille sur la même base et peut utiliser les mêmes informations.
Sa particularité : la NPD n’est pas un développement entièrement réalisé en interne. Elle se compose de différents modules qui peuvent être combinés librement. Bon nombre de ces modules sont des produits disponibles sur le marché. Des exceptions existent lorsque des exigences particulières s’appliquent, par exemple dans le cas des solutions de chiffrement.
Le logiciel de la représentation de situation SitaWare, disponible directement sur le marché, en est un exemple. Il y aura toujours des systèmes acquis comme solutions complètes et qui, pour ainsi dire, apportent leur propre table. L’essentiel est alors que cette table puisse être intégrée sans difficulté à la grande table de la NPD. C’est précisément pour cela qu’ilfaut des interfaces standardisées.
Une grande table uniforme est également plus pertinente du point de vue de la sécurité. Il est nettement plus difficile de protéger séparément de nombreux systèmes spécifiques que de sécuriser une plateforme commune bien protégée.
La manière dont ces modules sont assemblés, fonctionnent ensemble et la logique qui les relie relèvent bien de la conception et du développement propre de l’armée suisse. Cette logique spécifique est nécessaire, car l’armée a des exigences qui vont au-delà de la simple sécurité informatique du secteur privée : ses systèmes doivent fonctionner également en engagement, en situation de crise et dans des conditions difficiles, tout en restant utilisables par la milice.
Initiative stratégique pour la NPD (PDF)
Chapitre 06 — Vers une capacité de dégradation maîtrisée grâce à une infrastructure décentralisée
Les TIC de l'armée doivent fonctionner de manière fiable, même sous pression.
De nombreux systèmes civils et basés sur le cloud dépendent d’une connexion permanente.
Si cette connexion est interrompue, les données et les applications ne sont souvent plus disponibles que de manière limitée, voire plus du tout.
Pour éviter cette dépendance, l’armée mise sur sa propre infrastructure décentralisée.
Celle-ci comprend des centres de calcul protégés et redondants, également appelés nœuds nationaux, des réseaux de communication militaires propres ainsi que des architectures conçues pour garantir robustesse et pérennité. À cela s’ajoutent des nœuds régionaux qui créent une redondance supplémentaire. Pour l’engagement, la troupe déploie des nœuds locaux, la plus petite unité informatique.
Ces nœuds locaux contiennent tout ce dont la troupe a besoin au minimum pour l’engagement. Ils peuvent être utilisés de manière stationnaire ou mobile, par exemple dans des véhicules, et soutiennent directement la troupe sur le terrain.
Tant que la connexion aux centres de calcul centraux est disponible, la pleine capacité de performance est assurée.
Si elle est interrompue, les nœuds régionaux et locaux permettent de préserver la capacité d’engagement et d’action, avec les moyens de conduite, d’information et d’engagement nécessaires sur place.
Résilience
La résilience est tout aussi importante que la capacité à fonctionner en mode dégradé.
Elle ne résulte pas uniquement de la protection, mais aussi d’alternatives préparées à l’avance. À cet égard, les voies alternatives ainsi que les modèles de communication et d’exploitation échelonnés jouent ici un rôle central. L’armée doit déterminer suffisamment tôt quelle est la solution principale, quelle est la solution de repli et ce qui fonctionne encore lorsque ni l’une ni l’autre n’est disponible.
Dans le domaine militaire, il est essentiel de ne pas tout faire reposer sur une seule voie technique. Celui qui ne connaît qu’une seule voie se retrouve en difficulté en cas de crise.
Chapitre 07 — Aptitude à l’utilisation par la milice grâce à l’automatisation
La NPD est conçue pour le système de milice. Des dizaines de milliers de militaires, aux parcours très variés, utilisent l'informatique, souvent une seule fois par an dans le cadre de leur cours de répétition.
C’est pourquoi les systèmes sont faciles à utiliser et hautement automatisés : allumer l’appareil, se connecter, être prêt à l’engagement. Les terminaux et les nœuds locaux sont préconfigurés et ne nécessitent que quelques manipulations et configurations.
Dans le même temps, la sécurité est assurée à plusieurs niveaux. Les droits d’accès sont clairement hiérarchisés, les activités sont surveillées et, en cas d’anomalies, automatiquement restreintes ou bloquées.
Les processus automatisés réduisent les erreurs, font gagner du temps et garantissent que l’armée puisse fonctionner à tout moment de manière sûre, stable et efficace, même avec des équipes changeantes.
Chapitre 08 — La méthodologie en cours d’élaboration
L'informatique à cette échelle étant complexe, la NPD n'est pas mise en œuvre comme un grand projet unique, mais progressivement, selon une approche agile.
Les principes suivants s’appliquent :
L’utilité est au centre.
Il ne s’agit pas de rechercher la perfection, mais de mettre à disposition de l’utilisateur, en temps utile, une solution opérationnelle.
Nous évaluons, apprenons et adaptons progressivement.
Nous assumons ensemble la responsabilité.
Nous suivons l’évolution technologique.
Pilotée/Gérée sous forme de programme, la NPD garantit que tous les sous-projets sont coordonnés entre eux et qu’aucune décision n’est prise de manière isolée.
L’agilité en bref
Travailler de manière agile signifie procéder par petites étapes répétées plutôt que d’un seul coup. Au lieu de passer des ans à planifier pour ne livrer le résultat qu’à la fin, on produit en continu des éléments utilisables, qui sont testés, évalués, puis améliorés.
L’utilité pour l’utilisateur est au centre. Il ne s’agit pas de rechercher la perfection, mais de mettre à sa disposition, en temps utile, une solution qui fonctionne et d’en tirer des enseignements.
Le développement reste ainsi proche des besoins réels et peut suivre l’évolution technologique. Le pilotage sous forme de programme garantit que tous les sous-projets sont coordonnés entre eux et qu’aucune décision n’est prise de manière isolée.
Chapitre 09 — DevSecOps en exploitation
La nouvelle plateforme de digitalisation est mise en place progressivement.
Concrètement, le Réseau de conduite opérationnel dispose depuis le milieu de l’année 2026 des premières prestations fournies à partir des nœuds nationaux.
À l’automne 2026, la NPD sera testée et validée dans le cadre d’un exercice du commandement des Opérations.
À partir de 2028, pour la première fois, un engagement sera entièrement géré par la plateforme, et son développement se poursuivra en continu en fonction des besoins des utilisateurs, qui évoluent constamment.
Afin que le développement, la sécurité et l’exploitation soient cohérents, la NPD suit le principe DevSecOps :
Les équipes qui développent la plateforme l’exploitent et l’améliorent également au quotidien.
Portée par le commandement Cyber, soutenue par des partenaires stratégiques tels que Swisscom et par des militaires de milice, sans lesquels la capacité à durer ne pourrait être assurée.

DevSecOps : développement, sécurité et exploitation réunis
DevSecOps est une approche dans laquelle le développement (Développement), la sécurité informatique (Security) et l’exploitation (Operations) collaborent étroitement et assument ensemble la responsabilité d’une solution informatique.
La sécurité est intégrée dès le départ tout au long du cycle de vie, de la conception et du développement aux tests et au déploiement, en passant par l’exploitation courante et au développement continu. L’objectif est de mettre à disposition les systèmes informatiques plus rapidement, de manière plus sûre et plus fiable.
DevSecOps au sein de la NPD
Auparavant, le déploiement et l’exploitation d’un environnement informatique étaient souvent séparées : ceux qui avaient mis en place une solution n’étaient pas nécessairement chargés de son exploitation par la suite. Avec DevSecOps, cette approche évolue.
Les collaboratrices et collaborateurs qui ont mis en place la NPD continuent également de l’exploiter et de la développer. Ils connaissent ainsi précisément la plateforme, son fonctionnement et ses particularités. Ils s’identifient à la solution et assument à long terme la responsabilité de sa stabilité, de sa sécurité et de son évolution continue.
La responsabilité de la NPD incombe au commandement Cyber. Dans le cadre de son exploitation, elle bénéficie du soutien par ses partenaires stratégiques (p. ex. Swisscom) ainsi que par des militaires de milice. Les connaissances spécialisées internes, l’expertise externe et l’expérience pratique sont ainsi réunies.
Chapitre 10 — Le développement continu
La nouvelle plateforme de digitalisation est bien plus qu'une simple technologie : elle constitue une condition essentielle à la transformation numérique de l'armée.
Elle relie les systèmes et les données de manière à créer une représentation de la situation, à accélérer les décisions et à garantir le fonctionnement des communications même sous pression.
La NPD renforce ainsi la capacité d’engagement et de conduite de l’armée et contribue de manière essentielle à la capacité de défense de la Suisse, aujourd’hui comme demain.
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